Loslassen – wie fühlt sich Widerstand an? Wie kann ich damit leichter umgehen? – 1 Übung und 3 Anregungen [Podcast-Folge 17]

Wie sich Widerstand anfühlt - 1 Übung und 3 Anregungen

EAM017 Widerstand spüren und leichter damit umgehen – Übung und 3 Anregungen

Hier findest Du Notizen und Shownotes zu dieser Podcast-Folge. 

(es ist kein Transkript, sprich es gibt Abweichungen zum Podcast)

In der vergangenen Folge habe ich Dir meinen geliebten Mr. W. vorgestellt, sowie Dich eingelade zu entdecken, ob es bei Dir vielleicht Widerstand gibt, Dir Dinge zu erlauben, die Du gerne machst, die Du liebst.

Was hast Du entdeckt? Wenn Du magst, schreibe es mir.

Überblick – worum geht es in dieser Folge

  • Eine einfache Übung zum Spüren, Wahrnehmen wie sich Widerstand im Körper anfühlt.
  • 3 Anregungen, wie man im Alltag leichter mit Widerstand umgehen kann.

Was Du in dieser Folge erfährst und mitnehmen kannst:

Die Übung – spüre wie sich Widerstand im Körper anfühlt:

Hinweis vor dem Start:

  • Es gibt bei dieser Übung kein richtig oder falsch.
  • Lasse Dich von Deinem Fühlen und Körper leiten.
  • Der Kopf und Verstand haben Pause.

So geht’s*:

Ausgangsposition: Du kannst die Übung im Sitzen oder Stehen machen.

    • Lege Deine Hände auf Brusthöhe zusammen, Fingerspitzen zeigen noch oben. Wie beim Falten zum Gebet oder Namaste-Gruß.
    • Dann entscheide spontan, welches Deine drückende Hand ist und welche Hand "Widerstand leistet".
    • Dann drücke mit der "Druckhand" sanft gegen die Hand die Widerstand leistet. Lasse die "Widerstandshand" etwas dagegenhalten.
    • Erlaube Dir, so gut es für Dich geht, mit dem Gefühl des Widerstand in Kontakt zu kommen. Wie fühlt sich das für Dich an?
    • Jetzt höre auf, dem Druck Widerstand zu leisten ohne das Du versuchst Deine Hände zu kontrollieren - lasse sie tun was sie wollen.
    • Dann senke die Hände und spüre etwas nach. Mögliche Fragen:
      Was hast Du während der Übung empfunden?
      Was empfindest Du jetzt?
      Wie hast Du Deinen Atem wahrgenommen?

    Es ist sinnvoll die Übung öfter zu machen und dabei die „Druck-/Widerstandshand“ zu wechseln.

    Achte beim Üben, neben dem wie sich der Körper anfühlt, auf auftauchende Emotionen und den Atem.

    Diese Übung unterstützt Dich, ein Gespür zu entwickeln, wann Du im Widerstand bist.

    Damit gibst Du Dir die Chance, innezuhalten, wahrzunehmen was ist und Deine Reaktion zu verändern. Wie beispielsweise, willkommen heißen – da sein lassen – loslassen. Deine Entscheidung.

    Durch diese einfache Übung, kommst Du Dir selbst jedes Mal ein kleines Stück näher.

    In der Folge erzähle ich Dir, wie mich die Übung unterstützt mit meinem Widerstand Pause zu machen umgehen. Nach und nach lerne ich entspannter mit Pausen im Alltag umzugehen. (ab Minute 6:30)

    Die Meisterschaft wäre es keine Widerstände mehr zu haben  😉. Jedoch glaube ich, es ist sinnvoll das Umgehen mit Widerstand als Lebenslernaufgabe zu betrachten und spielerisch zu entdecken, wie man es sich durch bewusstes Training leichter machen kann. So ähnlich wie es auch mit der Gelassenheit ist.

    Wie kann man es sich im Alltag leichter machen?

    3 Anregungen mit Widerstand im Alltag leichter umzugehen:

    Tun und Lassen – Zauberwort: erlauben

    Kennst Du das Gefühl Dich zerrissen zwischen unterschiedlichen Aufgaben zu fühlen?

    Du tust gerade das Eine und es kreisen Dir Gedanken durch den Kopf wie, das ist auch noch zu tun und das, das…..

    Ergebnis, die Aufgabe die eigentlich im Moment ansteht, dauert länger, fällt schwerer und kostet Dich viel Kraft, weil die Aufmerksamkeit und Energie gleich einer Flipperkugel durch die Gegend fliegt und jedes weitere „Sollte, Müsste“ den Widerstand erhöht.

    Es geht darum aus diesem kraftraubenden und ablenkenden Karussell der Solltest und Müsstest auszusteigen, um Energie für die Aufgabe des Moments zu haben. Leicht gesagt, aber wie? Erlaube es Dir.

    Erlaube Dir bewusst, das zu tun was Du gerade tust, so lange Du es tust. Und erlaube Dir ebenfalls, das was Du nicht tust nicht zu tun, so lange Du es nicht tust!

    Hört sich das verrückt an für Dich? Ging mir beim ersten Hören auch so.

    Erlaube Dir das Experiment und gewinne Kraft für die Aufgabe, die Du im Moment tun möchtest.

    Fragen und Bitten

    Magst Du es Aufträge zu bekommen mit der Anweisung, „Du musst es tun“?

    Vermutlich nicht so sehr, vielleicht meldet sich da schnell Widerstand.

    Und ebenso geht es anderen Menschen, mit denen Du zu tun hast, von denen Du etwas möchtest.

    Ein Weg diese Art von Widerstand zu vermeiden ist, das was Du möchtest als Bitte oder Frage auszudrücken.

    Diese Vorgehensweise erhöht die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Menschen sind gerne bereit, zu unterstützen, wenn sie darum gebeten werden.

    Du kannst das auch im Dialog mit Dir selbst testen.

    Manchmal sind wir sehr streng mit den Anweisungen an uns selbst und füttern so den Widerstand.

    Schau mal wie es ist, wenn Du es anders machst und Du Dich freundlich bittest oder fragst 😃.

     

    Fragen oder Bitten erleichtert die Bereitschaft zur Zusammenarbeit!

    Offene Türen sehen

    Kennst Du das Gefühl, das sich etwas das Du tust schwer und kraftraubend anfühlt – so als würdest Du gegen Windmühlen kämpfen?

    Das ist ein Zeichen, das Widerstand im Spiel ist.

    Es könnte sein, dass Du gerade gegen Deinen eigenen Widerstand ankämpfst.

    Das kann zum einen daran liegen, dass Du Dich selbst zu etwas verpflichtest oder drängst, was Dir Unbehagen bereitet oder es ist das Gefühl der Druck kommt von außen.

    Wenn Du solch‘ einen Widerstand wahrnimmst, dann nimm Dir die Zeit einen Moment innezuhalten und betrachte die Situation.

    Bemerkst Du, das Du Dir selbst Druck machst, dann entscheide bewusst, den Druck zu reduzieren.

    Dabei kann es Dir helfen die Übung von oben zu machen, um über die Körper-Wahrnehmung zu spüren, wie sich der Druck anfühlt und wie das Lösen sein kann.

    Dadurch können offene Türen für Dich sichtbar werden, die Du vorher nicht gesehen hast, weil der Kopf durch die Wand wollte.

    Es ist eine kleine Investition in Zeit, mit der Du Dir Kraft und Leichtigkeit schenkst.

    Empfindest Du es so, dass der Druck von außen kommt?

    Dann nimm Dir einen Moment Zeit, um zu spüren, was ist es, das Dir Druck macht, das Du als Unangenehm empfindest und wo kommt es her?

    Lasse dabei die Betrachtung zu, nachzuspüren, ob es Dein dagegenhalten, Gegendruck machen ist, was Dir Kraft raubt.

    Spüre, wo Du diesen Druck im Körper wahrnimmst und lege Deine Hand diese Stelle und nimm 4 – 5 ganz bewusste Atemzüge. Betrachte Deinen Atem und fühle.

    Vielleicht fühlt es sich nach dieser kleinen Atem- und Spür-Pause schon etwas leichter an und Du kannst diesen Druck etwas lösen.

    Durch das Reduzieren des Gegendrucks öffnen sich Möglichkeiten-Fenster und -Türen für Dich.

    Das kann beispielsweise sein, das Du bemerkst, wen Du um Unterstützung bitten kannst oder das Du noch einmal konkret nachfragst und sich ein Missverständnis aufklärt.

    Erlaube Dir den Druck zu reduzieren oder sogar ganz loszulassen und sehe die offenen Türen!

    Hier die 3 Anregungen auf einen Blick:

    • Tun und Lassen
    • Fragen und Bitten
    • Offene Türen sehen

     

    Die Aufgaben für Dich,

    die Übung häufiger machen und entdecken wie sich Widerstand anfühlt, um es Dir leichter zu machen damit umzugehen.

    Sei offen für das was Du wahrnimmst – bewerte es nicht – Du bist in Ordnung so wie Du bist!

    Betrachte, welche der Anregungen für Dich passend sind und integriere sie in den Alltag.

    Erlaube Dir die Anregungen für Dich anzupassen oder andere Wege für Dich zu entdecken.

    Erlaube Dir spielerisch an die Erforschung des Widerstandes heranzugehen.

    Entdecke die Freude und Lebendigkeit, die Dir das Widerstand reduzieren und loslassen bringt!

    Wenn Du möchtest, schreibe mir eine Mail mit Deinen Erfahrungen und Entdeckungen. Natürlich auch gerne mit Fragen die bei Dir auftauchen. Ich freue mich von Dir zu hören.

    Liebe Grüße

    Jutta 

     

    PS.: Veränderung fängt bei Dir an! 

    Hinweis – die Anregung zu der Übung ist aus dem Buch die Sedona-Methode®

    Titel: Die Sedona-Methode®: Wie Sie sich von emotionalem Ballast befreien und Ihre Wünsche verwirklichen 5 einfache Schritte
    Autor: von Hale Dwoskin
    Verlag: VAK
    ISBN-13: 978-3935767781

     

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