Blogserie: Einladung zum ANDERS MACHEN! Wie Du mit der 3-Schritte-Methode Ruhe bewahrst in nervigen Situationen – Trainiere Deinen Veränderungsmuskel – Woche 14

Einladung zum ANDERS MACHEN

 

Hallo liebe ANDERS MACHERIN und lieber ANDERS MACHER,

wie ist es Dir bei der Detektivarbeit nach Deinen Energieräubern ergangen?

Ich hoffe, Du konntest dem ein oder anderen auf die Spur kommen und Dir so Energie-Freiräume schaffen.

Laß Deine Liste einfach weiterwachsen. Je intensiver Du im Training bist, desto sensibler und schneller erkennst Du Energieräuber, die sich breit machen wollen und kannst direkt reagieren.

In dieser Woche, geht es um Energieräuber, die uns den Alltag ab und an durcheinander bringen, sowie eine Vorgehnsweise, wie Du Dir das Leben mit ihnen leichter machen kannst.

Jetzt meine Einladung zum ANDERS MACHEN an Dich in Woche 14:

Trainiere ruhig zu bleiben, in unerwarteten und nervigen Situationen oder kurz gesagt „keep cool“!

 

Was ist der Nutzen für Dich?

  • Du verschaffst Dir ruhig und gelassen einen Überblick.
  • Du bleibst konzentriert, statt wie eine Flipperkugel herumzufliegen.
  • Du entscheidest über Deine Reaktion.
  • Du öffnest Deinen Blick für mögliche Lösungen.
  • Du klärst die Situation schneller und gelassener.

 

Um welche Situationen geht es?

Es geht um Situationen, die sachlich betrachtet kein grosses Ding sind, jedoch überlicherweise genau zum falschen Zeitpunkt eintreffen. Nämlich dann, wenn Du vielleicht etwas genervt bist, weil Du unter Zeit- und Termindruck stehst. Oder Dir etwas anderes im Nacken sitzt.

Das gemeinsame Merkmal dieser Situationen ist, sie treten unerwartet und überraschend ein und haben Potential Dich auf die Palme zu bringen, um es mit einem Bild zu sagen.

Hier ein paar Beispiele:

– Der Schlüsselbund ist weg! Auto, Aktenschrank sind verschlossen.

– Die Lesebrille hat sich über Nacht in Luft aufgelöst.

– Ein dringend benötigtes Dokument ist verschollen.

– Die Abfalltüte, die sich morgens auf dem Weg zur Tonne entscheidet zu reissen.

…alles wirklich erlebte Situationen.

Was mir geholfen hat Lösungen zu finden, war ruhig zu bleiben.

Wie sich die Situationen gelöst haben, erzähle ich Dir weiter unten im Artikel.

 

Was unterstützt Dich dabei Ruhe in nervigen Situationen zu bewahren?

Aus meinem eigenem Erleben und Erfahren habe ich die 3-Schritte-Methode zum Ruhe bewahren entwickelt, die ich gerne mit Dir teile.

Hier die 3 Schritten im Überblick für Dich:

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Schritt 1 – Füße spüren und Atmen

Wenn Du meinen Blog schon einige Zeit verfolgst, dann weißt Du, dies ist eine Evergreen-Empfehlung von mir, weil dies eine so einfache und praktikable Methode ist, um in Momenten aufkommender Hektik die Ruhe zu bewahren und sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken.

Hier die Anleitung:

Wenn Du lieber zuhörst , findest Du hier eine 5-Minuten-Audio-Anleitung, der Übung .

  • Stelle Dich hüftbreit hin (geht auch im Sitzen),
  • stelle die Füsse flach auf dem Boden und fühle Deine Füße,
  • wie fühlt sich Dein rechter Fuß an, ist die Fußsohle warm oder kalt? Überall gleich? Hart oder weich?
  • Legst Du mehr Gewicht auf dem rechten oder auf dem linken Fuß?
  • Jetzt erforsche Deine linke Fußsohle.
  • Wende Deine Aufmerksamkeit Deinem Atem zu,
  • betrachte wie Du atmest, tief oder flach, in den Bauch oder in die Brust?
  • Dein Atmen ist so in Ordnung, wie Du es tust! Es geht hier nur darum es wahrzunehmen.

Nach dieser kleinen Wahrnehmungsübung, sollte sich die Aufgeregtheit in Dir reduziert haben.

Ja, die Übung bedarf etwas Training, jedoch kannst Du dies wunderbar in Deinen Alltag integrieren.

Sag Dir einfach, wenn Du irgendwo wartest, Füße spüren und atmen oder nutze die Übung, um eine kleine Pause zu machen.
Mit etwas Training, wird sich der Impuls, Füße spüren und atmen, schnell bei Dir einstellen, wenn Du ihn brauchst.

Schritt 2 – Sortieren

In diesem Schritt geht es darum, zu unterscheiden, ob es sich bei der Situation um eine Tatsache oder ein Problem handelt. Wenn Du das Wort Problem nicht magst, dann nenne es Herausforderung.

Was ist der Unterschied?

Eine Tatsache läßt sich nicht ändern, das Wetter ist eine Tatsache, Du kannst es nicht ändern. Ebenso wie Streiks, die können hinderlich für Dich sein, jedoch kannst Du diese nicht ändern. Du kannst Deine Planung danach ausrichten, aber es macht keinen Sinn sich über Tatsachen zu ärgern oder wütend zu sein. Dadurch wird sich nichts ändern – ausser Deiner Laune.

Ein Problem ist etwas, was sich ändern läßt. Du kannst Deine verfügbaren Fähigkeiten, Deinen Verstand, Deine Intuition und Deine Kontakte dafür einsetzen das Problem zu lösen.

 

Schritt 3 – Handeln –

Das WIE ergibt sich aus dem Ergebnis von Schritt 2.

Handelt es sich bei der Situation um eine Tatsache, die Du nicht ändern kannst, dann akzeptiere diese und betrachte, wie Du Dich damit arrangieren kannst.
Hier ein Beispiel:

Die Bahn streikt und Deine geplante Zugfahrt zu einem Termin ist nicht möglich.

Welche Möglichkeiten hast Du?

– Frage Deinen Gesprächspartner, ob ihr den Termin telefonisch oder online machen könnt, beispielsweise via Skype.

– Welche Verkehrsmittel-Alternativen gibt es? Fernbus, Mitfahrzentrale, Auto leihen.

– Termin verschieben.

 

Handelt es sich um ein Problem, dann wende Dich mit 100 % Deiner Aufmerksamkeit den Lösungsmöglichkeiten zu.

Jetzt stellst Du Dir vielleicht die Fragen, aber wie soll ich nun vorgehen?

Erinnere Dich an Schritt 1Füße spüren und Atmen – wiederhole diesen Schritt, falls Du Dich nervös und aufgeregt fühlst.

Dann betrachte die Situation mit dem Blick von Aussen.

Es kann sein, das das Bewußtsein, es gibt eine Lösung, die Möglichkeiten in Dir sprudeln läßt. Dann wende Dich sofort der Lösung zu!

Die folgenden Fragen unterstützen Dich, die Situation von aussen zu betrachten. Mache Dir am besten schriftliche Notizen dazu.

  • Was ist genau geschehen? (die Fakten! Ohne Vorwürfe, Ohne Rechtfertigung)
  • Wie ist es geschehen?
  • Was ist meine Bewertung der Situation?
  • Welche Aufmerksamkeit schenke ich der Situation in diesem Moment?
  • Wie wäre es, wenn ich meine Bewertung verändere?
  • Wie wäre es, wenn ich meinen Aufmerksamkeitsfaktor verändere?
  • Wie wäre es, wenn ich mich direkt auf die Lösung konzentriere?
  • Was kann ich jetzt tun, um das Problem zu lösen?
  • Wer kann mich unterstützen, um das Problem zu lösen?
  • Welches ist mein 1. Schritt?

Fazit:

Deine Reaktion und Emotion, die Du in die Situation legst, ist in Deiner Hand.

Du entscheidest, wie Du Dich verhältst.

Ein erster Aufreger ist OK.

Dann kannst Du entscheiden einen Schritt zurückzutreten und Dir überlegen, was oder wer kann mich jetzt unterstützen, sowie Dich um die Lösung kümmern.

Der Vorteil dieser Vorgehnsweise, wenn Du Dich 100 % der Lösung zuwendest, hast Du keine Zeit mehr Dir Sorgen zu machen.

Starte jetzt Dein Experiment, mit Füße spüren und Atmen und bringe mehr Ruhe und Leichtigkeit in Deinen Alltag! KEEP COOL!

 

Zur Erinnerung:

  • Wenn Du magst, notiere Dir, was Du bei den Veränderungs-Experimenten empfindest in Deinem persönlichen Veränderungs-Tagebuch.
  • Den Erinnungssticker zum ANDERS MACHEN kannst Du hier runterladen und ausschneiden.

 

Ich freue mich darauf von Dir zu hören, welche Erfahrung Du mit Füße spüren und Atmen machst.
Wenn Du magst, schreibe es in das Kommentar-Feld oder sende mir eine Mail an jutta.held@hemaco.de.

Herzliche Grüsse

Jutta

PS I: KEEP COOL und mach’s anders!

PS II: Fast hätte ich es vergessen! 

Hier noch die versprochenen Auflösungen zu den Situationen von oben:

– Der Schlüsselbund ist weg! Auto, Aktenschrank sind verschlossen.

Der Schlüsselbund fand sich in meinem Rucksack,  genau an der Stelle wo er üblicherweise ist.
In der ersten Hektik hatte ich, dieses Reißverschluss-Fach schlicht übersehen.

– Die Lesebrille hat sich über Nacht in Luft aufgelöst.

Die Lesebrille fand sich auf einer frischgemulchten Fläche im Garten. Ich hatte am Vorabend den Mulch „noch schnell“ verteilt und die Lesebrille im Ausschnitt meines T-Shirts geparkt, da ist sie unbeobachtet runtergefallen.

– Ein dringend benötigtes Dokument ist verschollen.

Das Dokument, war ordentlich abgelegt im richtigen Ordner. Ich hatte schlicht meine eigene Ordnung unterschätzt und an anderen Stellen gesucht.

– Die Abfalltüte, die sich morgens auf dem Weg zur Tonne entscheidet zu reissen.

Das unschöne Bild am Wohnzimmer-Boden betrachtend, ging mir durch den Kopf, „Du kannst Dich jetzt ärgern oder es einfach aufräumen“. Ich entschiede mich für das Aufräumen, das ging ganz schnell und ich wendete mich voller Energie meinen Aufgaben des Tages zu.

 

 

 

 

 

 

2 Comments

  • Gisela Rieß

    Reply Reply 6. Februar 2017

    Hallo Jutta, ich bin dagegen, dass jeder richtig atmet. Laut Sport- und anderen Therapeuten soll man seine Atemfrequenz immer ‚mal überprüfen und tief durchatmen. Bei mir hat’s was gebracht. Eine schöne Woche, Viele Grüße Gisela

    • Jutta Held

      Reply Reply 9. Februar 2017

      Hallo Gisela,
      danke für Deinen Kommentar!
      Es ist sicherlich sinnvoll dem Rat von Therapeuten zu folgen, wenn Atem der Teil einer Therapie ist, beispielsweise um Bewegungs- und Haltungsmuster zu lösen.
      Vielleicht kam es im Beitrag missverständlich rüber, es geht nicht um richtig Atmen, der Atem ist so in Ordnung wie er ist. Es geht darum, über das Wahrnehmen des Atems sich selbst zu spüren und sich somit die Chance zu geben in einer als kritisch empfunden Situation, etwas zu Ruhe zu kommen.

      Oder wie es mein Coaching-Lehrer salopp ausdrückte, „weiteratmen, es ist sinnvoll“:)

      Liebe Grüße
      Jutta

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